1950 bis 1965
Vereinsgeschichte von 1950 – 1965
1950 Das erste Schützenfest nach dem 2. Weltkrieg konnte 1950 gefeiert werden. Um dieses Schützenfest ermöglichen zu können, wurden der Vorstand und die Offiziere von 1939 wieder in ihre Ämter eingesetzt.
Dadurch war der damalige König von 1939 Heinrich Buhr 11 Jahre lang der Schützenkönig!
Da nach dem Kriege mit schwächerer Munition geschossen werden musste, hatte man die Schießbahn von 100 m auf 50 m verkürzt. Diese Schießanlage wurde bereits zu Beginn der zwanziger Jahre auf dem Olfermannschen Grundstück angelegt.
Bis dahin wurde aus einem Schützengraben am „Wiegenschuppen“ gegenüber der Gastwirtschaft über das Oerrel Bachtal hinweg gegen die „Häge“ geschossen.
1950 nahmen zum erstenmal auch die Frauen an der Königsmahlzeit teil.
Das Fest wurde in den späten Abendstunden des zweiten Schützenfesttages leider jäh durch einen Großbrand auf dem Anwesen von Willy Preetz unterbrochen!
1952
Jahre 1952 war der Schützenverein Oerrel dem Kreisschützenbund beigetreten,
aus dem man jedoch einige Jahre später wieder austrat.
1953
 Oberst Heinrich Drangmeister und der 1. Vorsitzende Adolf Haber
stellten 1953 ihre Ämter zur Verfügung. Zum neuen Oberst wurde Heinrich
Dehning und zum 1. Vorsitzenden Hermann Niebuhr gewählt. Der 2. Vorsitzende wurde Willi Schöneweiß.
Im selben Jahr wurde auch die Schützenfahne angeschafft, die am Schützenfest von dem 1. Vorsitzenden des Kreisschützenverbandes, Herrn Ernst Heinemann, geweiht wurde. Damit waren auch neue Ämter zu besetzen: zum 1. Fahnenträger wurde Alfred Reinhard gewählt; die Begleiter waren Heinrich Harms und Heinrich Meinecke.
1954
Es wurde 1954 der Beschluss gefasst, einheitliche Hüte für den Schützenverein
anzuschaffen (bisher trug man den Sonntagshut, an dem eine Feder befestigt wurde!). Seit 1953 besaß der Schützenverein ein eigenes Kleinkalbiergewehr. 1954 stiftete ihm Rudolf Birkendahl ein zweites.
1955
Im Jahre 1955 wurde die Entschädigung für den König, die bereits auf 200,- DM
gestiegen war, um weitere 50,- DM erhöht.
Am „Schützenfest-Heiligabend“ diesen Jahres hatte es geschneit wie im tiefsten Winter (wir schreiben aber den 10. Mai)! So überlegte man, ob man den amtierenden König Hermann Dreyer nicht mit dem Schlitten abholen sollte ... ?
1956
1956 beschloss die Generalversammlung, Schützenjacken zu beschaffen.
Für Willi Schöneweiß wurde Fritz Flohr zum 2. Vorstitzenden gewählt.
Da der amtierende Oberst Heinrich Dehning 1956 Schützenkönig wurde, übernahm Heinrich Drangmeister für ein Jahr das Amt (Heinrich Dehning bekleidete sein Amt danach noch für ein Jahr, stellte es aber dann zur Verfügung).
Herr Heinrich Rosanowski stiftete 1956 den Fahnenschrank.
1957
 Seit 1957 ist es Pflicht, dass alle Jäger und Schützen bei jeder Generalver-
sammlung in Uniform zu erscheinen haben. Bei Vergessen der Uniform oder unentschuldigtem Fehlen war damals eine Strafe von 2,- DM zu entrichten.
„Jungschützen 1957“
1958
Es wurde einstimmig beschlossen, einen Jahresbeitrag von 4,- DM pro Mitglied
zu erheben.
1959
Das Schützenfest wurde bis zum Jahre 1959 am Sonntag und am Montag
gefeiert. Da aber die Beteiligung im Laufe der Zeit rapide abnahm, wurde nun beschlossen, das Schützenfest auf Sonnabend und Sonntag vorzuverlegen.
Seitdem findet auch das Königsessen nicht mehr, wie bisher, am Montag statt, sondern am Sonnabend vormittag. Bis einschließlich 1958 sorgte die Kapelle Niebuhr aus Hankensbüttel für Musik. 1959 übernahm Müller aus Bodenteich die musikalische Umrahmung des Schützenfestes.
1960
1960 legte der 1. Vorsitzende Adolf Haber sein Amt nieder. An seiner Stelle
wurde Karl-Heinz Grebe für dieses Amt gewählt./
Es wurde neu festgelegt, welche Personen zum Königsschießen zugelassen sind:
· Es sind alle Stellenbesitzer, Ortsansässige, die unter Garantie längere Zeit in Oerrel wohnhaft bleiben, sowie Jungbauern. Ausgeschlossen vom Königsschießen sind allerdings diejenigen, welche sonst nicht am Schützenfest teilnehmen!
1961
1961 wurde Heinrich Buhr zum Oberst gewählt. Heinrich Drangmeister
ernannte man zum Ehrenoberst. Dies zog noch eine weitere personelle Konsequenz nach sich: Willi Schöneweiß wurde für Heinrich Buhr zum Adjudanten gewählt. Erich Dreyer löste Christoph Wolter als Schriftführer ab.
Außerdem wurde 1961 beschlossen, dass der scheidende König für seinen Nachfolger das Amt des 2. Schaffers einnimmt.
1962
1962 wurde beschlossen, dem scheidenden König eine Plakette zu überreichen.
Der ehemalige Dorfschullehrer Ernst Jahn, aktives Mitglied des Schützenvereins, zog 1962 nach Hamburg. Unvergessen bleiben seine bewegenden Reden zu den Königsmahlzeiten, die traditionell mit dem Deutschlandlied endeten.
1963
Im Jahre 1963 wurde beschlossen, wieder regelmäßig den „Lustigen Sonntag“ zu feiern, der, wie wir ja alle wissen, erst später auf Sonnabend vorverlegt wurde.
1964
Da 1964 der beste Schütze die Königswürde nicht annahm, musste am
Sonntag Vormittag erneut der König ausgeschossen werden.
Daraufhin wurde beschlossen, dass jedes im Festzug mitmarschierende Mitglied auf die Königsscheibe schießen muss. Sollte er gegebenenfalls die Königswürde nicht annehmen, droht ihm der Ausschluss aus dem Verein!
Seit 1964 wird die Königsscheibe erst am Sonntag angenagelt.
1965
Bis 1965 wurde die Königsmahlzeit vom König kostenlos bereitgestellt. Nun
wurde pro Person 2,50 DM erhoben.
Der Jahresbeitrag wurde auf 5,- DM festgesetzt.
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