1966 bis 1980
Vereinsgeschichte von 1966 – 1980
1966
Nachdem zu häufig auf die rote Kelle des Scheibenanzeigers geschossen wurde,
was auch nicht durch die Bestrafung in Form von einer Flasche Dornkaat abgestellt werden konnte, wurde beschlossen, einen automatischen Scheibenanzeiger anzuschaffen. Zu diesem Zweck wurde eine Umlage von 15,- DM pro Mitglied erhoben.
1967
1967 konnte das 40-jährige Bestehen des Schützenvereins Oerrel gefeiert werden. Dazu wurden alle umliegenden Vereine eingeladen.
1969
1969 wurde der Umzug erstmalig von einem Spielmannszug begleitet.
1970
Im Jahre 1970 wurde Herr Friedel Fuhlbohm zum 2.Vorsitzenden gewählt.
Dieses Amt bekleidete er bis 1992!
1971
Nach langjähriger Amtszeit stellte der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Grebe sein Amt zur Verfügung. Sein Nachfolger wurde der bisherige 1. Schriftführer Erich Dreyer.
1972
Am 17.03.1972 wurde nach der Generalversammlung ein „Manöverball“ mit Frauen (und Musik) gefeiert.
Nach dem der „Kindervater“ Karl Bühren sein Amt abgegeben hatte, erklärte sich Heinrich Harms dazu bereit, die Aufsicht über das Kinderschützenfest zu übernehmen.
1973
1974 wurden Ärmelabzeichen angeschafft.
Aufgrund der Tatsache, dass zum zweitenmal in der Vereinsgeschichte der beste Schütze die Königswürde nicht annahm, beschloß der Verein, in Zukunft das betreffende Mitglied auf Lebenszeit auszuschließen oder mit einer Strafe von 500,- DM zu belegen.
1975
Seit 1975 ist es für die Oerreler Schützen zur Pflicht geworden, am Schützenfest im weißen Hemd und einheitlicher Krawatte zu erscheinen.
1976
Zum 50-jährigen Bestehen 1977 wurde 1976 ein Festausschuß gebildet, dem
Johann Helbig, Klaus Knühmann, Henry Bölsche, Alfred Reinhard sen. und Erich Drangmeister sen. angehörten.
1977

Zum 50-jährigen Bestehen des Schützenvereins Oerrel wurden für das Grüne Corps neue Uniformen gekauft.
Das Schützenfest wurde am Freitag, dem 13. und Sonnabend, dem 14. Mai 1977 gefeiert. Dazu wurden die Schützenvereine der näheren Umgebung eingeladen.
Ebenfalls im Jahre 1977 trat der Schützenverein auf allgemeinen Wunsch hin dem Kreisschützenbund wieder bei.
„50- jähriges Bestehen, Festplatz Goggräfenberg 1977“
Auszug aus der Festrede des Mitbegründers Willy Preetz zur 50-Jahrfeier des Schützenvereins Oerrel am 13. Mai 1977:
Werte Majestät, Gäste und Schützenbrüder,
als Mitbegründer unseres Schützenvereins möchte ich ein paar Worte sagen.
Es sind noch sieben Gründungsmitglieder (Willy Preetz, Otto Dehning, Heinrich Dehning, Christoph Wolter, Fritz Schulze, Heinrich Buhr und Albert Wolter), die heute noch an diesem Jubiläumsfest teilnehmen können. Viel hat sich in diesen 50 Jahren geändert. Unser jetziger „Kuhrort“ war damals ein ganz verlassenes Dorf, vom Wald umgeben, keine Bahnverbindung, nur eine feste Straße (nach Hankensbüttel), sonst alles Feldwege, kein Auto im ganzen Dorf. Das einzig schnellere Fahrzeug war ein Fahrrad!
Aber allmählich wachten wir auf. Es kam fremdes Blut in unseren Ort. Junge Leute, die durch den Krieg weit in der Welt herumgekommen waren. In unserem „Rathaus“, der kleinen Schmiede, wo viel „Ambosspolitik“ gemacht wurde, ist dann zuerst die Feuerwehr und etwas später der Schützenverein ins Leben gerufen worden. Eine Gemeindeversammlung wurde einberufen, Statuten festgelegt, der Vorstand gewählt und mit einem Faß Bier und dem nötigen „Feuerwasser“ hat der Schützenverein seinen Anfang genommen. Es war ein harter Abend, das Offizierscorps musste zusammengestellt werden und ganz zuletzt kam die Königswahl... . Wann der Abend zu Ende war, weiß ich nicht mehr, weiß auch nicht, wie ich nach Hause gekommen bin. Es war nicht so gefährlich wie heute, Polizei war nicht im Ort und der Führerschein konnte nicht abgenommen werden, weil wir keinen hatten. Schon bald darauf feierten wir das erste Schützenfest!
…………………………………….
Heute hat sich unser Ort vergrößert, verbessert und verschönert, aber unser Schützenverein ist derselbe geblieben. Ich kann nur meinen Dank aussprechen an unsere Kinder und Kindeskinder, dass sie den von uns gegründeten Verein bis auf den heutigen Tag erhalten haben.
1978
Seit 1978 wird der „Lustige Sonnabend“ Anfang September gefeiert.
1979
Im Jahre 1979 wurden die Gewehre von Kimme und Korn auf Diopter und Ringkorn umgerüstet.
Ernst Wendt stiftete eine neue Ordensschürze für den König. Daraufhin wurde beschlossen, dass in Zukunft nur die letzten 15 Königsplaketten an der Schürze verbleiben sollen; die übrigen werden im Schaukasten des Vereinslokals ausgestellt.
Die Idee, eine Schießsportgruppe zu gründen, konnte aufgrund fehlenden Interesses nicht verwirklicht werden.
|